Therapieformen

 

Die Naturheilkunde zeichnet sich durch Ihre Vielfältigkeit in Bezug auf Befunderhebungen, Anwendungen und Therapieformen aus. Die Naturheilverfahren mit den gezielten Therapieformen haben einen so genannten ganzheitlichen Ansatz. Sie versuchen die gestörte Harmonie des gesamten Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen, wobei sie den Anspruch haben, neben den Körper auch den Geist und die Seele einzubeziehen.

 

In den folgenden Zeilen werden die Therapieformen erläutert, welche ich in meiner Praxis anwende.

 

Irisdiagnose

"Den Charakter des Menschen erkenne man aus den Augen." (Quelle: Philostratus, 3.Jh.v.C.)

 

Die Irisdiagnostik ist ein Diagnoseverfahren, bei dem der Naturheilpraktiker die Regenbogenhaut (Iris) des Auges beurteilt. Daraus können Rückschlüsse auf die gesundheitliche Situation des Patienten gezogen werden.

Die Regenbogenhaut des Auges widerspiegelt alle Organe des Körpers. Für die Diagnostik werden sogenannte Iriszirkel benützt. Diese teilen die Regenbogenhaut in 60 Abschnitte, die bestimmte Organe zugeordnet sind. Funktionsstörungen und Krankheiten von Organen treten als sogenannte Irisphänomene auf wie zum Beispiel als Form- und Farbanomalien in den jeweiligen Abschnitten auf der Regenbogenhaut oder in der Pupille.

In der modernen Irisdiagnostik werden anhand von Veränderungen der Regenbogenhaut des Auges eher Rückschlüsse auf die individuelle "Konstitution" des Patienten gezogen. Darunter versteht man die Art und Weise, in der ein Organismus auf krankmachende Reize reagiert. Die festgestellten Merkmale auf der Iris dienen also nicht primär der Diagnose von aktuellen Krankheiten, sondern geben vielmehr Auskunft über Schwachpunkte des Organismus, welche die Entstehung von Krankheiten begünstigen. Dadurch werden die Ursachen für krankhafte Entwicklungen im Gesamtorganismus erkennbar und können im Rahmen des Therapiekonzepts berücksichtigt werden.

Quellennachweis: EMR/RME, Qualität in der Erfahrungsmedizin  

Phytotherapie

Die Phytotherapie ist eine der ältesten Heilmethoden überhaupt. Ihre Geschichte reicht bis in die Steinzeit zurück. Die Pflanzen, welche bei der Phytotherapie (griechisch: Phyto = Pflanzen, pflanzlich) eingesetzt werden, produzieren Wirkstoffe, die einzeln oder in Kombination mit anderen Stoffen eine Heilwirkung auf Menschen haben.

Man geht davon aus, dass Wirkstoffe, die sich natürlicherweise ergänzen, eine stärkere Gesamtwirkung haben. Dadurch wird der Heilungsprozess stärker begünstigt als die Anwendung von Einzelwirkstoffen. 

 

Ohrakupunktur

Bei der Ohrakupunktur handelt sich um eine Sonderform der Akupunktur, die am Ohr durchgeführt wird.

Die Ohrakupunktur beruht auf der Vorstellung, dass die Ohrmuschel einen auf dem Kopf liegenden Fetus widerspiegelt. Anhand dieses Bildes ergibt sich eine Repräsentation der Körperregionen und -Organe in bestimmten Bereichen des Ohres. So finden sich beispielsweise am Ohrläppchen die Reflexzonen der Kopforgane, am Rand der Ohrmuschel diejenigen der Wirbelsäule. Dadurch kann der Naturheilpraktiker am Ohr entsprechende Körperregionen oder  Organe mit einer Nadel behandeln.

Quellennachweis: EMR/RME, Qualität in der Erfahrungsmedizin 

 

Schüssler Therapie

Unter der Schüssler Therapie versteht man die Anwendung von Schüssler Salze. Diese werden in den Bereich der natürlichen Heilmittel eingeordnet und gehören somit zur Homöopathie. 

Die Stoffwechselvorgänge im menschlichen Organismus sind in unserer Leistungsgesellschaft wachsenden Belastungen ausgesetzt. Stress, ungesunde Ernährung oder mangelnde Bewegung können die Funktionen unseres Körpers aus dem Gleichgewicht bringen. Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder innere Unruhe sind mögliche Folgen.

Der deutsche Homöopath Wilhelm Heinrich Schüssler interpretierte solche Signale als Anzeichen für einen Mineralstoffmangel. Gemäss seiner Theorie können diese Mängel mit der Gabe von biochemischen Mineralstoffen behoben werden. Er entdeckte 12 Mineralsalze, die nach Ihm benannt wurden.

Man geht davon aus, dass viele Krankheiten durch einen fehlerhaften oder gestörten Mineralhaushalt hervorgerufen werden. Die Schüssler Salze haben ganz unterschiedliche Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen. Jedoch haben sie alle gemein, dass sie für ein besseres Körpergefühl sorgen und zu unserem Wohlbefinden beitragen sollen. 

 

Klassische Massage

Massieren ist weltweit eine der ältesten Behandlungsmethoden. Die klassische Massage ist ein manuelles Behandlungsverfahren, das überwiegend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt wird. Dabei werden mit den Händen Druck- und Zugreize auf Gewebe und Muskeln ausgeübt. Die Berührungen haben zum einen eine direkte körperliche Wirkung, in dem sie verkrampfte Muskulatur dehnen und entspannen. Dadurch werden auch Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, beseitigt. Zusätzlich übt die Massage einen positiven Einfluss auf den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung aus und fördert so die Entspannung und das Wohlbefinden.

Quellennachweis: EMR/RME, Qualität in der Erfahrungsmedizin

 

Ich biete folgende Massagen an:

  • Rückenmassage
  • Nackenmassage
  • Beinmassage 

Schröpfen

Schröpfen ist eine Hautreiztherapie, die zu den ausleitenden Verfahren gehört. Mit Schröpfgläsern, die auf die Haut aufgesetzt werden, sollen Schadstoffe über die Haut ausgeleitet werden. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten des Schröpfens: trockenes Schröpfen, blutiges Schröpfen und die Schröpfkopfmassage.

Bei allen drei Arten des Schröpfens setzt man einen Hohlkörper auf bestimmte Hautgebiete und erzeugt darin einen Unterdruck. Dadurch wird das darunter liegende Gewebe in den Hohlraum gezogen. Durch die Sogwirkung kommt es zu einem Austritt von Blut und Lymphflüssigkeit in das Gewebe, welches unter der Haut liegt. Dies fördert nicht nur die lokale Durchblutung, sondern auch die Durchblutung der inneren Organe, die mit den behandelten Hautsegmenten verbunden sind. Zusätzlich regt das Schröpfen den Stoffwechsel an, beseitigt Muskelverspannungen und aktiviert das Immunsystem. Beim blutigen Schröpfen wird zusätzlich Blut und darin enthaltene Schadstoffe nach aussen abgeleitet.

Quellennachweis: EMR/RME, Qualität in der Erfahrungsmedizin 

  

Dorntherapie

Fast jeder wird in seinem Leben einmal mit Rückenschmerzen konfrontiert. Viele dieser Schmerzen sind auf Fehlstellungen der Wirbel und Gelenke zurückzuführen, die oftmals unbehandelt bleiben. Viele Menschen leben mit diesen Rückenproblemen, weil diese mit der Zeit schon fast dazu gehören. Doch Fehlstellungen von Wirbeln und Gelenken rufen nicht nur Beschwerden des Bewegungsapparates hervor, sondern haben auch Auswirkungen auf die inneren Organe und die Psyche.

Mit der Dorntherapie, entwickelt von Dieter Dorn einem Landwirt aus dem Allgäu, können die Ursachen von Rückenschmerzen auf sanfte Art und Weise behandelt werden und die Schmerzen werden in vielen Fällen beseitigt.

Zudem werden die Beinlängen überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Im Anschluss wird die Stellung des Beckens und  des Kreuzbeines überprüft und gerichtet. Auch die Wirbel werden aufsteigend von der Lendenwirbelsäule bis zu den Halswirbeln überprüft und gegebenenfalls durch sanften Druck korrigiert. Die Korrektur erfolgt immer in der Bewegung, dass heisst der Patient führt eine Pendelbewegung mit dem Bein oder Arm aus, während der Naturheilpraktiker den Schiefstand korrigiert.